Wirtschaftlichkeit von Spülfahrzeugen für die Stadt Vechta

15. Dezember 2020

Soll der Aufbau eines Spülwagens mit Wasserrückgewinnung ausgeführt werden oder nicht? Oder ist vielleicht doch der große Auslegearm am Fahrzeug viel wichtiger? Und schlussendlich stellt sich dann die Frage, wie lassen sich all diese Dinge wirtschaftlich abbilden. Diese und viele weitere Fragenstellungen diskutierten die Studierenden der Bachelor-Projektgruppe des Standorts Vechta mit Matthias Peschke vom Spülfahrzeughersteller KROLL.

Hintergrund ist das aktuell gemeinsame Projekt zwischen den Studierenden des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre und den Abwasserbetrieben der Stadt Vechta. Bereits im Sommer 2020 hatten Hubertus Weißer (Abwasserbetriebe Stadt Vechta) und Prof. Dr. Maik Büssing (PHWT) das Projekt gestartet. Auf dieser Basis wurden in den letzten Monaten unterschiedliche Szenarien zum Einsatz von Spülfahrzeugen im Stadtgebiet betrachtet und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit diskutiert. Da hierbei auch immer wieder technische Fragestellungen aufkamen, entschieden sich die Studierenden, den Fachmann eines Spülfahrzeugherstellers einzuladen. Dieser konnte eine ganze Reihe technischer Aspekte vorstellen und erläutern, so dass viele Lösungen zum alltäglichen Spülen der Abwasserkanäle sowie zu speziellen Einsätzen, wie z.B. Rohrverstopfungen oder der Schadensanalyse am Leitungsnetz erarbeitet werden konnten. Häufig sind es Kleinigkeiten, die nur Insider wissen können, die aber eine enorme Bedeutung und Tragweite auf das Gesamtprojekt haben. Ein Punkt ist beispielsweise das Mitführen eines Handwaschbeckens mit Warmwasser auf dem Fahrzeug. Sollte dieses nicht vorhanden sein, wäre der Fahrer berechtigt, zu jeder Pause zum Händewaschen auf den Betriebshof zurückzufahren. Folglich würde das Händewaschen zur Frühstücks- und Mittagspause schnell eine Stunde Einsatzzeit pro Tag kosten und die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs stark reduzieren. Auf diese Weise konnten die Studierenden viele Erkenntnisse für ihr Projekt gewinnen, um so den Abwasserbetrieben der Stadt Vechta eine fundierte Empfehlung zum Eigenbetrieb von Spülfahrzeugen oder zur Fremdvergabe der Arbeiten aussprechen zu können.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fand die gesamte Diskussion und Lösungserarbeitung mit den Studierenden online statt. Lediglich Matthias Paeschke vom Spülfahrzeughersteller, Prof. Dr. Maik Büssing und zwei Studierende waren für die Veranstaltung im Audimax der PHWT in Vechta zusammengekommen, so dass auch die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln kein Hindernis für die Fortsetzung des Projekts waren.

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