Schülerinnen und Schüler erleben Forschung und Praxis an der PHWT
Wie fühlt sich ein Material an, aus dem Rotorblätter für Windenergieanlagen gefertigt werden? Was passiert, wenn ein Faserverbundbauteil bis an seine Belastungsgrenze getestet wird? Und wie können ausgediente Rotorblätter in neuen Produkten weiterverwendet werden? Antworten auf diese Fragen erhielten rund 100 Schülerinnen und Schüler des BBZ Diepholz, der Adolf-Kolping-Schule Lohne und der BBS Syke beim Mottotag der PHWT am 23. Juni an der PHWT – und zwar nicht nur theoretisch, sondern vor allem durch eigenes Ausprobieren und Mitmachen.
Nach der offiziellen Begrüßung des Präsidenten der PHWT, Prof. Dr. Dennis De, tauchten die Jugendlichen direkt in die Welt der modernen Werkstoff- und Produktionstechnik ein. Statt Vorträgen aus der Distanz erwarteten sie zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden: sie laminierten Fasergewebe mit Kunstharzen und stellten dabei Patches her, wie sie auch bei der Reparatur von Rotorblättern zum Einsatz kommen. An Zugprüfanlagen konnten sie beobachten, wie widerstandsfähig Faserverbundwerkstoffe tatsächlich sind und wie sich Materialien unter Belastung verhalten.
Besonderes Interesse weckten die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie Rotorblätter recycelt werden können und wie aus den gewonnenen Rezyklaten mithilfe einer Spritzgussanlage neue Produkte entstehen. Auch der Blick durch das Mikroskop sorgte für viele Aha-Momente: Bruchstücke von Rotorblättern, Fasergelege und eigene Haare offenbarten Strukturen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, während die Fasern vermessen und analysiert wurden.
Lehrende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Studierende der PHWT gaben den Schülerinnen und Schülern zahlreiche fachliche Einblicke in das duale Studium und in die beruflichen Perspektiven im technischen Bereich.
Die Resonanz fiel durchweg positiv aus – sowohl seitens der Schülerinnen und Schüler als auch der begleitenden Lehrkräfte. Viele der Teilnehmenden zeigten großes Interesse an den vorgestellten Themen und mehrere Schülerinnen und Schüler konnten sich nach dem Besuch sogar gut vorstellen, später selbst ein duales Studium an der PHWT aufzunehmen.
Angesichts der positiven Rückmeldungen und der großen Begeisterung steht bereits jetzt fest: Die Veranstaltung soll keine einmalige Erfahrung bleiben. Schon für das kommende Jahr ist eine Neuauflage des Mottotages am 29. Juni mit dem Thema „Digitalisierung in der Kusntstoffverarbeitung“ geplant, um erneut jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Forschung, Technik und Studium hautnah zu erleben.




