Mehr als 200 angemeldete Gäste kamen an der PHWT in Diepholz zusammen, um aktuelle Entwicklungen in KI, Robotik und Automatisierung kennenzulernen und sich über konkrete Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen auszutauschen.
Die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz war gestern Gastgeberin des „KI-Dialogs Hansalinie meets Robotics @ PHWT“. Mehr als 200 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung sowie Studierende, Lehrende und weitere Interessierte nutzten die Veranstaltung, um sich über den aktuellen Stand und die Perspektiven Künstlicher Intelligenz (KI) und moderner Robotik zu informieren. Das umfangreiche Programm aus Fachvorträgen, einer begleitenden Ausstellung und persönlichen Gesprächen stieß auf große Resonanz.
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Dennis De, Präsident der PHWT, und Sven Mörker, Wirtschaftsförderer des Landkreises Diepholz, eröffnete Prof. Dr.-Ing. Alexander Karl von der PHWT die Veranstaltung mit seinem Vortrag „Vom Produktivitätsparadoxon zur Produktivitätsrevolution: Wie KI und Robotik ihr Versprechen doch noch einlösen können“. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen die Potenziale neuer Technologien in konkrete Produktivitätssteigerungen überführen können.
Im weiteren Verlauf boten zwölf Fachvorträge in zwei Sessionblöcken Einblicke in unterschiedliche Anwendungsfelder. Die Themen reichten von kostengünstiger Automatisierung, Physical AI und humanoider Robotik über KI-gestützte Qualitätskontrolle und die Automatisierung von Geschäftsprozessen bis hin zum Einsatz von Machine Learning im virtuellen Engineering. Auch die Verbindung industrieller Steuerungssysteme mit modernen Robotik-Frameworks sowie die Auswirkungen von KI auf Bildung und Arbeitswelt wurden thematisiert. Durch die parallel stattfindenden Vorträge konnten die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte setzen und sich gezielt mit den für sie relevanten Fragestellungen beschäftigen.
Robotik zum Anfassen und Ausprobieren
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der begleitenden Ausstellung im Forum Technik der PHWT. Dort präsentierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Aussteller aktuelle Technologien und Demonstratoren. Die Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem humanoide Roboter, mobile Roboterplattformen, kollaborative Roboterarme und Roboterhunde aus nächster Nähe erleben. Darüber hinaus veranschaulichten Demonstratoren zur visuellen Qualitätskontrolle und KI-gestützten Objekterkennung, wie intelligente Systeme bereits heute in industriellen Produktionsprozessen eingesetzt werden können. Ergänzt wurde die Ausstellung durch den Showtruck von igus, der Möglichkeiten kostengünstiger Automatisierung vorstellte.
Die zahlreichen Demonstrationen ermöglichten einen direkten Einblick in die praktische Anwendung der Technologien und boten vielfältige Anknüpfungspunkte für fachliche Gespräche. Das große Interesse an den Exponaten und die intensive Nutzung der Austauschmöglichkeiten unterstrichen die Bedeutung praxisnaher Formate, die technologische Entwicklungen verständlich und konkret erlebbar machen.
Auch die PHWT selbst brachte ihre Expertise ein. Neben dem Eröffnungsvortrag erhielten die Gäste Einblicke in Forschungsaktivitäten und studentische Projekte. Ein zusätzlicher Programmpunkt widmete sich dem Zentrum für Mikromobilität (ZMM) der PHWT und der Frage, wie Künstliche Intelligenz und Mobilität zusammenwirken können.
Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Der KI-Dialog Hansalinie wurde gemeinsam von der PHWT, der Wachstumsregion Hansalinie e. V. und dem Landkreis Diepholz veranstaltet. Ziel des Formats ist es, Unternehmen, Wissenschaft und Technologieanbieter zusammenzubringen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und den Transfer von Forschung in die industrielle Praxis zu fördern.
Beim abschließenden Imbiss nutzten die Gäste die Gelegenheit, Gespräche mit Referierenden, Ausstellern und weiteren Teilnehmenden zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen und mögliche Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen auszuloten.
Die Veranstaltung verlief äußerst erfolgreich und stieß bei den Teilnehmenden auf durchweg großes Interesse. Die PHWT bedankt sich bei allen Referierenden, Ausstellern und Kooperationspartnern, die mit ihren Beiträgen, Exponaten und ihrem Engagement zum Gelingen des KI-Dialogs beigetragen haben. Ihr Einsatz machte es möglich, aktuelle Entwicklungen in Künstlicher Intelligenz und Robotik aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken.
Ausblick: Kolloquium zum Recycling von Kompositwerkstoffen am 17. November
Die PHWT lädt bereits zur nächsten Veranstaltung ein: Am 17. November 2026 findet in Diepholz das Kolloquium: Recycling von Kompositwerkstoffen statt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungsergebnisse und innovative Ansätze für das Recycling von Composite-Materialien.
Geplant sind wissenschaftliche Fachvorträge zum aktuellen Stand der Forschung sowie Praxisberichte aus dem geförderten ZIM-Innovationsnetzwerk KW3K, die Einblicke in laufende Projekte geben. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum Netzwerken und zum fachlichen Austausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
Eingeladen sind alle Interessierten, die sich mit nachhaltigen Werkstoffen, Recycling und innovativen Lösungsansätzen beschäftigen oder neue Impulse für ihre Arbeit gewinnen möchten.




