Gutes Zeugnis für digitales Studium – Strategische Vorbereitung zahlt sich aus

PHWT-Studierende im Home-Office-Hörsaal – „Mehr Zeit für Fragen und Übungsaufgaben“

Gute Vorbereitung zahlt sich aus, das zeigt nun die Umsetzung der digitalen Lehr- und Lernstrategie (Blended Learning) an der PHWT. Anfang dieses Jahres wurde in den Strategiesitzungen des Managements der PHWT die flächendeckende Einführung des computergestützten Lernens für das Sommersemester vorbereitet.

Durch die Corona-Situation finden nun seit dem 20. April an der PHWT alle Vorlesungen und Prüfungen digital statt. Die Lehrenden und die Lernenden der PHWT nehmen die Herausforderung erfolgreich an, so wie jetzt eine interne Umfrage zeigt. Die Studierenden stellen der digitalen Unterrichtsform ein gutes Zeugnis aus, so sind mehr als 80% zufrieden bis sehr zufrieden mit der Umsetzung der digitalen Lehre an der PHWT und geben Hinweise zur weiteren Optimierung des digitalen Studiums. Blended Learning bietet auch Vorteile gegenüber der üblichen Präsenzarbeitsweise, bekunden die Befragten. An der Umfrage beteiligten sich rund 150 Studierende der PHWT.

„Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase habe ich mich sehr gut mit dem Studieren von zu Hause aus arrangiert“, so Jannik Torbecke aus Rieste, der Dualer Student bei Vogelsang in Essen/Oldenburg ist und an der PHWT studiert.

Die digitale Lehre gefalle ihm sehr gut, da wir sehr flexibel arbeiten können, sagt er: Die Inhalte würden durch die Dozenten anschaulich vermittelt und es bleibe mehr Zeit zum eigenen Lernen, da die Fahrzeiten entfielen. Dadurch sei effizienteres Arbeiten möglich.

Viele Dozenten halten ihre Vorlesungen live, andere stellen Lehrvideos online zur Verfügung. Beides klappt aus Sicht der meisten Befragten sehr gut. Selbst Prüfungen finden online statt, eine ganz neue Erfahrung für viele,  es funktioniere tadellos, bescheinigen die meisten Studierenden, nur einige der Umfrageteilnehmer würden sich lieber vor Ort prüfen lassen, ihnen fehlt der persönliche Kontakt.

Beim digitalen Lernen geht ohne eine funktionierende Technik gar nichts. Die PHWT hat sich frühzeitig für das Softwaremodul Microsoft Teams als Kommunikationsplattform entschieden, was 95% der Studierenden in der Umfrage mit zufrieden bis sehr zufrieden bewerten. Wenn die Internetverbindung allerdings lahmt oder die Hardware nicht ausgereift ist, dann kann die beste Vorlesung nur eingeschränkt verfolgt werden. Bei über 60% der befragten Studierenden gab es bis jetzt zum Glück keine technischen Probleme, so die Umfrage. Die Programme seien einfach zu bedienen und die Live-Vorlesung komme fast ohne Störungen ins Home-Office. Selbst in Rieste sei die Internetverbindung sehr gut, bestätigt Jannik Torbecke. Auch Fragen seien während der Vorlesung möglich und erwünscht. Kaum virtuell darstellbar seien natürlich praktische Versuche im Labor. Doch diese fänden statt, wenn auch zurzeit nur mit jeweils zwei Studierenden gleichzeitig im Labor und unter PHWT eigenen Hygieneauflagen, welche auf Basis der generellen Richtlinien des Ministeriums aus Hannover erstellt wurden.

Ebenso wenig müssen die Studierenden auf Sprechstunden verzichten. Sie werden online abgehalten. Als sehr positiv wurde in der Umfrage bewertet, dass die Dozenten auch außerhalb der Vorlesungen für Rückfragen gut erreichbar seien.

Ein Umfrageteilnehmer betont die Vorteilhaftigkeit des digitalen Studiums: „Ich wohne weiter weg von Diepholz, deshalb passen mir Online-Vorlesungen sogar besser als Präsenz-Veranstaltungen". Ein anderer freut sich, dass er die Videos häufiger anschauen kann, wenn er etwas nicht sofort verstanden hat. Und ein weiterer Teilnehmer der Umfrage lobt: „Dadurch, dass die Dozenten kein Tafelbild anschreiben müssen, ist mehr Zeit für Fragen und Übungsaufgaben.“ Und weiter: „Ich kann mir digital schnell Zeichnungen aus Präsentationen rauskopieren, wodurch mir mehr Zeit zum Verständnis bleibt, da ich nicht abzeichnen muss.“ Gruppenarbeiten (Bildschirm teilen und Kommunikation über eine Plattform) gehören bei den Studierenden ebenso zum Online-Alltag. Sie begrüßen, dass die Dateien zentral abgelegt und von jedem bearbeitet werden können: „Sehr angenehm ist die Möglichkeit, Dateien zu teilen und zusammen zu bearbeiten.“ Alle Dozenten stellen zudem die Vorlesungsunterlagen digital zur Verfügung. Das sei deutlich besser als sonst auf Papier, urteilt ein Teilnehmer.

Einen großen Vorteil sehen die Befragten darin, „dass man selbständig lernen und sich die Zeiten selber einteilen kann“. Die Studierenden nennen noch einen weiteren wichtigen Faktor: Die Spritkosten entfallen, für viele macht sich das in barer Münze bemerkbar.

Einig sind sich die Befragten darin, dass das Studium zu Hause eine Menge Selbstdisziplin erfordert: Man lasse sich zuhause leichter ablenken. Auch sei die Gruppenarbeit hinsichtlich Organisation und Absprachen etwas erschwert. Investiert werden müsste bei einigen wenigen Mitstudenten in entsprechende Hardware und in eine bessere Internetverbindung.

Was manche vermissen, ist das studentische Leben, den Austausch mit Kommilitonen „und damit ein Vergleich wie man im Stoff steht“, heißt es. Das Miteinander im Hörsaal und das gemeinsame Lernen in den Lerngruppen sowie das gemeinsame Umsetzen von Projekten komme beim virtuellen Studium zu kurz. Eine detailliertere Auswertung der Umfrageergebnisse ist hier einsehbar.

Dennoch würden viele Studierende künftig gerne online studieren, zumindest teilweise: „Die Vorlesungen stellen einen ausgesprochen guten Ersatz zur Präsenzvorlesung dar. Man sollte meiner Meinung nach darüber nachdenken, auch im normalen Betrieb Teile der Vorlesung online stattfinden zu lassen“, heißt es in einer Meldung. Diese Reflektionen sind Wasser auf den Mühlen der strategischen Entwicklung des Blended-Learning-Konzeptes an der PHWT. „Wir hatten den Ausbau unseres digitalen Lehrangebotes für das kommende Semester vorgesehen, es freut uns, dass wir für unsere Aktivitäten diese positiven Rückmeldungen von unseren Studierenden erhalten“, heißt es aus dem Management der PHWT.

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