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03.06.2015 15:38 Alter: 357 days

Managementfrühstück war ein voller Erfolg


Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als Unternehmensstrategie, um Fachkräfte zu halten und Kosten zu senken

Oldenburger Münsterland –  Was bringt Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement? Um diese Frage drehte sich das Managementfrühstück, das am 29. Mai im Rathaus Vechta stattfand, und zu dem rund 35 Unternehmer/innen und Entscheider/innen aus der Region gekommen waren. Die gemeinsame Veranstaltung der Stadt Vechta, der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) und der VitaAkademie stellte Gesundheitsmanagement als langfristige Unternehmensstrategie in den Mittelpunkt.

Neben Vorträgen und Präsentationen der Veranstalter, beschrieb Thomas Sperveslage, Personalleiter des Stahlbauunternehmens „Wurst Stahlbau“, wie BGM erfolgreich umgesetzt werden kann.  Im Jahr 2006 als Strategie eingeführt, um Gesundheit zu fördern und dabei nicht-monetäre Anreize zu schaffen, hat das Unternehmen BGM bis heute weiterentwickelt und damit  eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Ein bemerkenswertes Resultat: Es gebe keine nennenswerte Fluktuation mehr im Unternehmen. „Und wenn sich ein Mitarbeiter wegen einer Weiterqualifizierung für längere Zeit ausklinkt, liegt die Bewerbung danach wieder auf meinem Tisch“, sagt Sperveslage.

BGM sei ein Prozess, der von Wertschätzung und Nachhaltigkeit lebe und sehr ernst genommen werde: „Die Geschäftsführung steht voll dahinter.“ Konkrete Angebote zur Gesundheitsförderung wie Fahrsicherheitstraining, ein so genanntes ABC-Training (Alter-Bewältigungstraining), Raucherentwähnung, Stress-Seminare, Rücken-Check oder eine hochwertige  Sonnencreme für alle Mitarbeiter gehören bei Wurst Stahlbau ebenso zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement wie Führungsstrategien (Chef-Frühstück mit dem Personal), gelebte Kommunikation, transparente Informationswege auch für Mitarbeiter in Elternzeit oder wiederkehrende Mitarbeiterbefragungen, um herauszufinden, „wo es wirklich drückt“.

„Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit“, stellte Sperveslage klar. „Wir können es uns nicht leisten, Fachkräfte wegen Lappalien zu vergraulen.“

Das bestätigte auch Inga Meyer-Stüve, die als Trainerin und Beraterin der VitaAkademie einen ersten Einblick in das Thema BGM gab. „Investition in soziales Kapital, also in den Menschen, ist Trumpf.“

Die Veranstaltung war auf Initiative der VitaAkademie zusammen mit der Stadt Vechta und der PHWT ins Leben gerufen worden Die VitaAkademie konnte mit „H2O Healthy Organisations“ gerade erst ein ESF-gefördertes Projekt mit dem Schwerpunkt BGM für das Oldenburger Münsterland gewinnen konnte. Das Managementfrühstück war der Auftakt für Coachings, Beratungen und Qualifizierungen, die Unternehmen in den nächsten Monaten in Anspruch nehmen können.
Gemeinsam mit den Krankenkassen und den zuständigen Kammern wie der IHK sollen Angebote zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement nachhaltig weiterentwickelt werden, so dass „ein Netzwerk aus BGM-Spezialisten“ im Oldenburger Münsterland entstehe, sagte Melanie Philip, Geschäftsführerin der VitaAkademie.

 

 


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